Christliche Erziehung und Pädagogik heute

Was bedeutet christliche Erziehung? Wie vermittle ich den Glauben im Alltag? Wie lebe ich christliche Werte im Alltag vor? Darum geht es hier! Wenn Du mehr über mich wissen willst, schau gerne auf meinen SocialMedia-Accounts vorbei.

Christliche Erziehung heute: Orientierung, praktische Hilfe und geistliche Ermutigung

Das Ziel

Christliche Erziehung hat ein klares Ziel : Jesus Christus. Sein Name ist das Herzstück. So wie Montessori-Pädagogik untrennbar mit Maria Montessori oder Pikler-Pädagogik mit Emmi Pikler verbunden ist, kommt „christliche Erziehung“ nicht an Jesus Christus vorbei.
In einer Welt voller Ratgeber (auch im christlichen Bereich) verlieren wir schnell die Frage aus den Augen: „Wo will ich überhaupt hin?“

Natürlich wünschen wir uns respektvolle, ehrliche und mitfühlende Kinder. Doch christliche Erziehung geht tiefer als reine Wertevermittlung. Im Zentrum christlicher Erziehung steht zunächst eine gesunde Ehrfurcht vor Gott. Es geht um ein Bewusstsein, dass wir ihm gegenüber verantwortlich leben. Daraus begründen sich viele christliche Werte wie Respekt und Wertschätzung gegenüber Gottes wunderbaren Geschöpfen und auch eine gesunde Selbstannahme: „Ich bin gewollt. Ich bin geliebt. Ich bin von Gott geschaffen.“

Das ultimative Ziel christlicher Erziehung ist die lebendige, persönliche Beziehung mit Jesus Christus selbst. Darum geht es im Kern. Christliche Erziehung ist dabei wie Segeln: Ein Segler hat das Ziel vor Augen. Das Wetter ist unvorhersehbar und darum gibt es keine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung, wann welches Segel zu setzen ist. Knoten und Techniken setzt er situativ und oft intuitiv ein – genauso wie christliche Eltern oft spontan und sehr individuell handeln müssen. Wer das Ziel kennt, kann im Alltag aber ruhiger und sicherer handeln.

Der Werkzeugkasten

Im Zentrum meines Ansatzes steht ein Werkzeugkasten . Warum? Es gibt keine pauschalen Erziehungstipps. Wie der Segler auf Wind und Wellen reagieren muss, sind auch unsere Situationen völlig unterschiedlich. Jedes Kind, jede Situation und auch wir als Eltern sind verschieden. Dennoch ist es gut, die Möglichkeiten und Stellschrauben zu kennen. Dabei schöpfe ich aus meinem Hintergrund als Familienvater und Erziehungswissenschaftler – ergänzt durch ein Theologiestudium auf Masterebene. Vieles von dem, was wir heute „pädagogisch“ nennen, entdecke ich bereits in Gottes Handeln und in den biblischen Texten wieder. Dazu gehören Gewohnheiten, die bewusst eingeübt werden, ein Vorbild, das prägt, das frühzeitige Gegensteuern bei problematischen Entwicklungen – und das gezielte Stärken des Guten.

Bei allen menschlichen Überlegungen sind wir letztlich auf Gottes Weisheit angewiesen. Wir suchen seinen Rat und bitten ihn, sich in unser Denken und unsere Intuition einzumischen – er hat uns als christlichen Eltern schließlich den Auftrag gegeben, unsere Kinder zu erziehen. Nur wenn er die Fäden zusammenführt und unseren Bemühungen Segen schenkt, hat unsere Erziehung Erfolg. Auf dieser Seite geht es weder um Anleitungen, schnelle Rezepte, noch um Erziehungstipps, die mit Bibelversen dekoriert werden. Hier geht es um eine solide Basis für christliche Erziehung und Pädagogik heute.

Biblische Basis
Ziele
Werkzeugkasten

Noch ein Ansatz zur christlichen Erziehung – braucht es das wirklich?

Wer sich christliche Erziehungsratgeber anschaut, stößt oft auf wenig Systematik. Schnell werden Ratschläge gegeben, die entweder auf einzelnen Bibeltexten, eigener Erfahrung oder sogar ganz anderen Quellen stammen. Einige Ratgeber beschränken sich auf Anekdoten, andere haben oft wenig fachlichen Hintergrund. Der gemeindliche Erfolg scheint manche Autoren zu Experten für alles zu machen. Das meiste ist „intuitiv“. Jesus Christus? Fehlanzeige. Kommt oft nicht vor – selbst in den „biblischen“ Ratgebern. Und irgendwie sind es immer nur einzelne und sehr kleine Aspekte eines großen Bildes, die beleuchtet werden. Wem das nicht recht, für den ist diese Seite gedacht.

Was christliche Eltern auf dieser Seite nicht finden

Es ist viel wichtiger zu wissen, was „richtig“ ist, als das zu suchen, was „funktioniert“. Es geht nicht um etwas, das auf die Schnelle funktioniert. Warum? Weil einfache Rezepte im Einzelfall schnell zu Frustration führen. Klar kann bei dir die gleiche Schraube funktionieren, wie bei mir. Aber ohne ein grundlegendes Verständnis ist das eher ein Tappen im Dunklen.

Jedes Kind, jede Familiensituation und jeder Erziehender anders ist. Wir brauchen darum einen Werkzeugkasten und keine pauschalen Ratschläge. Dadurch können wir auf Entwicklungen eingehen und haben Ideen, was wir anders machen könnten. Wenn die Richtung klar ist, können wir damit Leben, wenn nicht alles nach Plan verläuft.

Plädoyer für christliche Erziehung

Es gibt heute viele Vorbehalte gegen christliche Erziehung und Pädagogik – und gute Gründe dafür.

Studien zufolge ist es christlichen Eltern wichtig, dass ihre Kinder:

  • (1) ihre Interessen und Potenziale entfalten,
  • (2) glücklich werden und
  • (3) den christlichen Glauben annehmen1.

Christliche Eltern geben ihren Kindern die Sicherheit, dass sie als von Gott geschaffene Wesen einen bedingungslosen Wert haben und mit ihren Einzigartigkeiten genauso gewollt sind. Christliche Erziehung hilft Kindern ein gesundes Selbstvertrauen und eine starke Identität zu entwickeln. Sie weist das Kind auf das Beziehungsangebot des großen Schöpfers hin. Dadurch gibt sie Halt und Orientierung inmitten turbulenter Zeiten. Eines will und kann christliche Pädagogik nicht – Kinder in diese Beziehung mit dem großen Gott hineinzwingen. Deshalb lebt christliche Erziehung aus der Freiheit.

Spezielle Themen der christlichen Erziehung

Christliche Erziehung heute

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Erfolgsfaktoren: Wie gelingt christliche Erziehung?

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Grundlagen christlicher Erziehung

Nur wer das Wesen des Kindes und seine eigene Rolle kennt, kann sicher handeln und erziehen. Darum werden sich Erziehende ohne eine Auseinandersetzung mit ihrem Menschenbild permanent überfordern. Sie werden sich selbst und ihr Kind unter Druck setzen und frustriert sein. Anforderungen der Gesellschaft und anderer Christen strömen auf sie ein und erdrücken sie. Das Gefühl als Mutter oder Vater zu versagen sind die Folge. Wer ist das Kind? Welche Rolle haben Eltern? Wo liegen die Grenzen der Erziehung?

Rezeptartige Erziehungstipps gibt es in vielen christlichen Erziehungsratgebern. Kurz gedacht, „funktionieren“ sie und helfen. Langfristig ist es aber viel wichtiger, das Menschenbild und die damit verbundenen Ziele in immer wieder in den Blick zu bekommen. Aus dem Menschenbild leiten sich Ziele der Erziehung und schließlich konkrete Maßnahmen ab. In vielen Büchern zu christlicher Erziehung fehlt diese Perspektive. Zurück bleibt darum häufig ein schlechtes Gewissen, nicht alle praktischen Ratschläge gut genug umzusetzen.

Wenn du mehr über christliche Erziehung und christliche Familie erfahren möchtest, solltest du bei den Grundlagen – also beim Menschenbild – beginnen. Es geht nicht um spezifische Methoden oder Erziehungstipps, die auf dieser Seite auch vorgestellt werden, sondern darum zu erkunden, was der Schöpfer im Sinn hatte, als er Kinder schuf und ihnen Eltern an die Seite stellte. Darauf basiert dann alles Weitere.

Gott ist der Anker, der bei allem Wandel Bestand hat. Unser Leben ist begrenzt. Es existieren aber zeitlose Werte, die in jeder Generation aufs Neue entdeckt und gelebt werden müssen. Darin liegt die Spannung christlicher Erziehung, den wesentlichen Glaubenskern zu bewahren und Ballast loszulassen.

  1. Die Studie wurde in Deutschland mit 1752 überwiegend freikirchlichen Teilnehmenden durchgeführt. https://media16.sendbuch.de/media/leseprobe/95915-03_forschungsbericht-zur-studie.pdf, S. 51 ↩︎